Kaffee aus Indonesien: Bald mehr Arabica?

By Andreas Ketzmann

Indonesien will in Zukunft auf erhöhte Qualität des Handelsgutes Kaffee setzen. Während sich die Bauern bisher nämlich vor allem auf den Anbau der Sorte Robusta konzentriert hatten, will das Landwirtschaftsministerium nun auch die Produktion des höherwertigen Arabica vorantreiben.

Robusta-Plantagen kultiviert Indonesion derzeit auf 1,17 Millionen Hektar und erzielt damit ein Produktionsvolumen von rund 596.000 Tonnen pro Jahr. Mit 101.000 Hektar für den Arabica-Anbau hingegen verbleibt nur ein vergleichsweise mageres Jahresergebnis von  61.000 Tonnen. Letztere stammen vor allem aus den Regionen Aceh, Nordsumatra, Südsulawesi und Bali, wohingegen Robusta im Wesentlichen in der südsumatraischen Provinz Lampung, sowie auf Java Island angebaut wird.

Über die nächsten zwei bis drei Jahre werde man sich auf die Verbesserung der nationalen Arabica-Produktion konzentrieren, ließ das Landwirtschaftsministerium nun verkünden. Konkret plane man, den Ernte-Ertrag von bisher 560 kg Arabica pro Hektar auf 700 bis 800 kg zu erhöhen. Dazu sei aber zunächst eine Qualitätsoptimierung der Arabica-Pflanzen notwendig. Hier will die Politik nun eingreifen.

Grund für den jetzigen Vorstoß ist vermutlich der merkliche Einbruch der nationalen Exportmengen mit einer Differenz von rund 300.000 Tonnen zwischen 2005 und 2006.

Artikel von Andreas Ketzmann,
Lethe Genussversand – Kaffee und Kaffeeseminare
Redaktion: Alienus Mediaconsulting

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