Dass der Verkauf falschen Merchandisings durchaus den Unmut der Zuschauer rund um ein populäres Sportereignis erregen kann, zeigt sich derzeit im Pazifikstaat Hawaii. Mit großer Tradition findet dort seit 1978 der wichtigste jährlich ausgetragene Ironman-Triathlon statt. Doch dieses Jahr gerät ausgerechnet die landeseigene Kaffeeproduktion zum Konfliktfaktor.
Eine eigene „ideale“ Kaffeemarke wollten einige Athleten kreieren und damit vermutlich ein paar Dollar neben dem Wettkampf verdienen. Nicht bedacht hatten die Verantwortlichen dabei jedoch, dass man sich bei den lokalen Kaffeebauern keine Freunde machen würde, als man sich dafür entschied, Kaffeebohnen aus Guatemala als Grundlage für das neue Produkt zu wählen.
Der Ironman-Triathlon, ursprünglich zunächst in O’ahu veranstaltet, findet seit 1981 mit breiter Unterstützung der Bevölkerung in Kailua-Kona statt. Zugleich Anbaustätte einer der weltbesten Kaffeesorten, macht Kona den Staat Hawaaii zum einzigen des Landes mit einer kommerziellen Kaffeeindustrie. Erwartungsgemäß zeigten deshalb sowohl die Kona Coffee Farmers Association als auch die Kona Pacific Farmers Cooperative in ersten Statements wenig Verständnis für die Entscheidung seitens der Veranstalter, Kaffee aus der guatemalanischen Region El Quiche zu promoten.
Nach Umfragen lokaler Tageszeitungen erachtet eine Mehrheit den Ironman-Contest bereits als Unannehmlichkeit für die Region. Welche Konsequenzen die Veranstalter aus dem Debakel ziehen werden, bleibt abzuwarten.
Artikel von Andreas Ketzmann,
Lethe Genussversand – Kaffee und Kaffeeseminare
Redaktion: Alienus Mediaconsulting
Schlagworte: guatemala, hawaii, ironman, kaffee, kaffeebauern, kaffeeindustrie, kailua, kona, merchandising