Kaffee verzögert Lebererkrankungen

By Andreas Ketzmann

Molekularbiologischen Ursachen jetzt nachgewiesen

Dass Kaffee einen verzögernden Effekt auf das Fortschreiten chronischer Lebererkrankungen haben kann, ist bereits seit längerem bekannt und beruht auf US-Studien des National Institut of Health. Welche molekularbiologischen Ursachen hier jedoch wirksam sind, erbrachten erst jetzt die Beobachtungen eines Forschungsteams am Universitätsklinikum Aachen. Die Erhöhung des Botenstoffes Cyclo-AMP ist dabei die Schlüsselleistung, die durch die Verarbeitung des Koffeins in der Leber zur Verlangsamung des krankhaften Leberumbaus beiträgt.

Das von Dr. med. Olav Gressner geleitete Team von Wissenschaftlern hatte dieses Resultat im Rahmen seiner Forschungen aufzeigen können. In Laborversuchen mit Ratten hatte sich unter Einwirkung von Koffein eine deutliche Verringerung des Bindegewebs-Wachstumsfaktors beobachten lassen, der den zunehmenden Funktionsverlust der Leber bedingt. Entscheidend hierfür ist der Botenstoff Cyclo-AMP, dessen Anteil sich im Organ selber durch den Abbau von Koffein erhöht und dadurch die Zerstörung desjenigen Bereichs der Leber verlangsamt, der für den Abbau von Schadstoffen zuständig ist.

Eine Heilung ist auf diesem Weg allerdings ausgeschlossen, die Verzögerung des Kranheitsverlaufs mit etwa zwei Tassen Kaffee pro Tag jedoch möglich. Forschungsleiter Dr. Gressner gibt zusätzlich die Möglichkeit einer zukünftigen Behandlung mit Medikamenten zu bedenken, die einen höherdosierten Koffeinanteil aufweisen.

Weitere Informationen zur Studie lassen sich beim Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie am Universitätsklinikum Aachen erfragen.

Artikel von Andreas Ketzmann,
Lethe Genussversand – Kaffee und Kaffeeseminare
Redaktion: Alienus Mediaconsulting

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