Kaffee-Kunst aus Costa Rica

By Andreas Ketzmann

Ausstellung im Nationalmuseum von San Jose

In Costa Rica ist der Anbau von Kaffee seit rund zwei Jahrhunderten ein fester Wirtschaftsfaktor und der wichtigste Industriezweig des zentralamerikanischen Landes. Nun feiert eine Ausstellung im Nationalmuseum von San Jose die braune Bohne und zeigt unter dem Titel „200 years of Costa Rican Coffee: Celebrating the natural flavor of our land” eine Auswahl von Kunstwerken zum Thema.

Die idealen Anbaubedingungen im kühlen Hochland mit Wäldern und Weideland boten schon früh beste Voraussetzungen. Rund 70% des nationalen Kaffeeanbaus sind dort verankert. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Bohnen nach London verschifft wurden, begann der Siegeszug im Export. Die Verkürzung der Transportroute von Puntarenas über Chile, die Südspitze des Kontinents und schließlich den Atlantik aufwärts nach England tat sein Übriges. Die Auswirkungen auf die nationale Wirtschaft waren enorm: Costa Rica begann als erstes mittelamerikanisches Land, der Kaffeeanbau zu industrialisieren, und bis heute sind es ausschließlich Arabica-Bohnen, die den Weltmarkt erreichen.

Die 200jährige Tradition will man nun gebührend feiern, und zum Auftakt initiiert das costa-ricanische Institute of Coffee (ICAFE) eine Kunstausstellung mit themenbezogenen Werken. Dargestellt ist vor allem der Einfluss, den der Kaffeeanbau auf die Geschichte des Landes hat und auch in Zukunft haben wird. Zu sehen sind künstlerische Interpretationen des Erntevorgangs, der industriellen Produktion und Vermarktung, aber auch der Spuren, die das Hauptexportgut (neben Bananen) im sozialen und kulturellen Umfeld hinterlassen hat.

Zu den ausgestellten Werken gehören unter anderem „Recoleccion de Café“ (1988, Juan Luis Ramirez), sowie „Canastos de Café“ von Orlando Valverde und „Copa del Café“ von Michael Scott, beide aus dem Jahr 2007.

Artikel von Andreas Ketzmann,
Lethe Genussversand – Kaffee und Kaffeeseminare
Redaktion: Alienus Mediaconsulting

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